Coming Soon: Designschau 2013

Bachelorausstellung Medien- und Kommunikationsdesign MHMK Köln

Die Design-Studierenden der MHMK Köln präsentieren ihre Bachelorarbeiten in der Galerie des Kulturbunkers Köln-Mülheim. Die Arbeiten befassen sich mit neuen Denkansätzen im Bereich Print-, Interface- und Motiondesign oder auch mit wissenschaftlichen Diskursen der Designforschung. Die Ausstellung findet am Samstag, 27.7.2013 von 11 bis 18 Uhr in der Berliner Straße 20, 51063 Köln, statt. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an die Angehörigen der Absolventen als auch an die interessierte Öffentlichkeit.

Chevrolet zeichnet Designstudenten der MHMK Köln aus!

Pascal Grobe (vorne links) und Patrick Kugler (vorne Mitte) Pascal Grobe (vorne links) und Patrick Kugler (vorne Mitte) 

Mit Stolz und großer Freude nahmen die Gewinner des Hochschulwettbewerbs “Young Creative Chevrolet” am vergangenen Mittwoch in Frankfurt am Main ihre Auszeichnungen entgegen. Chevrolets europäischer Kunst- und Designwettbewerb fand in diesem Jahr bereits zum fünften Mal in Deutschland statt. Die Aufgabenstellungen 2013 drehten sich rund um den Weltsport Fußball. Die Jury, bestehend aus Manuel Cortez (Schauspieler, Fotograf und Art Director), Tom Rebl (Modedesigner) und Johannes Grebert (Regisseur und Autor) legten mit viel Hingabe und Herzblut die Sieger fest. 

Der erste Platz in der Kategorie Visual Arts ging an Patrik Kugler und Pascal Grobe des MHMK-Studiengangs Medien- und Kommunikationsdesign in Köln. Die beiden Studierenden können sich über ein Preisgeld von 1.200 Euro freuen – und werden nun auch auf europäischer Ebene gegen die jeweiligen Gewinner aus den anderen Ländern antreten. Die daraus hervorgehenden Sieger werden auf der internationalen Preisverleihung im Herbst bekannt gegeben. 

Nicht nur die MHMK ist stolz auf die herausragende Arbeit der beiden Studierenden. Auch die Initiatoren des Wettbewerbs sind beeindruckt: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Young Creative Chevrolet junge Menschen in ihrer Kreativität fördern und sie auf ihrem Weg in die Zukunft unterstützen können“, so Rej Husetovic, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Chevrolet Deutschland. 

Chevrolet wurde 1911 in Detroit gegründet und ist mit einem Jahresabsatz von mehr als 5 Millionen Fahrzeugen in über 140 Ländern die viertgrößte Automobilmarke weltweit. 

Fan-Fahrzeug für Manchester United, entworfen von Patrick Kugler und Pascal Grobe

Designmagazin WEAVE berichtet über Bachelorarbeit von MHMK-Absolvent

Nicht nur wurde seine Abschlussarbeit für den Kölner Designpreis 2012 nominiert. Auch die Design-Fachpresse war von der Idee beeindruckt, die der MHMK-Absolvent Christopher Hauffe im Rahmen seiner Bachelorarbeit entwickelt hatte.

Das renommierte Fachmagazin für Interaction- und Interface-Design, beschreibt seine Arbeit wie folgt:

In seiner Abschlussarbeit »Beloong – Conception, design and development of filter options for blogs on the internet using a world-map information design« befasste sich Christopher Hauffe im Studiengang Kommunikationsdesign an der Macromedia Hochschule in Köln mit den Themengebieten Suchmaschinen und Blogs. Dabei handelt es sich um ein webbasiertes Tool für Blogschreiber, Blogleser und Werbepartner. Blogleser finden über Filter interessante Blogs und klicken dadurch andere Websites an als bei bekannten Suchmaschinen mit Listenansicht. Der Absolvent ist überzeugt: »Zukünftig kann jeder User Blogs exakt nach seinen Interessen und vielen anderen Faktoren individuell filtern. Für Blogger erstellt das Tool umfangreiche statistische Analysen des eigenen Blog und agiert auf diese Weise als Vermittler zwischen Bloggern und Werbepartnern. Der Statistikbereich »Influences« zeigt den Einfluss des Blogs an. Dabei geht es nicht nur um die Anzahl der Besucher, sondern beispielsweise auch um die demografische Herkunft oder das monatliches Einkommen der User. Die Website basiert auf einer Weltkarte, die den Herkunftsort des Blogs als Icon darstellt, das beim Überrollen mit der Maus eine Vorschau darstellt. Christofer Hauffe ist überzeugt, dass auf Grundlage der Regionalisierung der Blogs, werden die Suchergebnisse wieder persönlicher und relevanter werden.

http://www.beloong.com

http://www.reizdosis.com

http://vimeo.com/53581880

Der Artikel ist in der WEAVE-Ausgabe Februar 2013 unter der Rubrik „Lehre und Forschung“ erschienen.

Zahlreiche Besucher bei der Mediendesign Bachelor-Ausstellung in der MHMK Köln

Viele originelle Konzepte und Gestaltungsentwürfe konnten die Besucher entdecken und mit den Absolventen diskutieren.

Die Eröffnung erfolgte durch den Leiter des Campus Köln, Wolfgang Hürth, und den Studiengangleiter für Mediendesign, Prof. Dr. Christof Breidenich. Die Studenten hatten in dem MHMK-Gebäude in der Richmodstraße in Köln sowohl in der Arena als auch in den Räumen 105, 106 und 209 einen passablen Rahmen für die Ausstellung.

Zwei Videoleinwände und ein besonderes Catering des Bachelorstudenten Dominic Huppertz unterstützten die Performance. Neben Familienangehörigen und Freunden kamen auch einige Ehemalige, um zu sehen, was die neue Generation an Designern für Ideen zu präsentieren hatte.

Das Event wurde durch tatkräftige Unterstützung vieler Mitarbeiter und Sponsoren in Gang gebracht. Auch diesmal wurde wieder ein umfangreicher Katalog mit allen Arbeiten gemeinsam von mehreren MHMK-Standorten erstellt. (AK/RS)

MHMK-Studenten entwerfen Plakatkampagne für den 1.FC Köln

Die studentische Werbeagentur „GOODbrand“ gestaltet gemeinsam mit dem Kölner Außenwerbungsunternehmen Ströer die neue Plakatserie für den 1. FC Köln.

Bei der Kampagne zum Saisonstart geht es darum, dem Kölner Traditionsclub neue Fans zuzuführen und die emotionale Verbindung zu den bisherigen Anhängern zu erhalten und zu steigern.

Gewinnerteam: Agentur „GOODbrand“

Präsentiert wurden die Entwürfe in der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation. Bei dem Pitch setzte sich “GOODbrand” gegen zwei weitere studentische Agenturen der MHMK durch. Alle drei Agenturen bestehen aus gemischten Teams von Studierenden der Studiengänge Medienmanagement und Mediendesign.

Pitch in der Macromedia Hochschule: Student Martin Bressem präsentiert

„GOODbrand“ überzeugte durch vielfältige Ideen und aussagekräftige Plakate.
Die professionelle Präsentation und der Gesamtauftritt des studentischen Teams sicherte schließlich den Sieg. „Es ist uns wichtig mit Bildmotiven zu werben, die noch nie verwendet wurden“, erklärte die Mediendesignerin des 1.FC Köln, Andrea Grützemann beim Pitch.

Die Entscheidung über die Sieger-Motive trafen der Geschäftsführer der Ströer Deutsche Städte Medien GmbH, Rüdiger Storim gemeinsam mit der Studienrichtungsverantwortlichen für Markenkommunikation und Werbung Prof. Dr. Bianca Matzek und Holger Pohl, Vorstand Köln Design sowie dem Vertreter des Marketingmanagement des 1.FC Köln, Bastian Kroll und der hauseigenen Mediendesignerin Andrea Grützemann.

Gewinnerplakate der Agentur „GOODbrand“

GOODbrand hat die Voraussetzungen für die Außenwerbung erfolgreich umgesetzt  und arbeitet nun  in engem Kontakt mit der Marketingabteilung des Fußballclubs an der Umsetzung der Entwürfe. (BM/RSP)

„Wenn Du denkst, etwas zu sein, hast Du aufgehört, etwas zu werden.“

Zwei Profisportler aus dem Rheinland berichten an der MHMK über sich und ihren Sport

Von Stephan Kaußen

Köln (SoSe 2012). „Wenn Du denkst, etwas zu sein, hast Du aufgehört, etwas zu werden“, sagt Handballer Kentin Mahé und die faszinierten Zuhörer fragen sich nicht das erste Mal, ob sie in einem Philosophie-Seminar sitzen oder doch „nur“ zwei junge Profisportler vor sich haben. Mahé und Nico Limbach sind gekommen, um an der MHMK über sich und ihre Sportarten zu sprechen. Beide sind absolute Profis, beide stehen den angehenden Sportjournalisten aus Köln in erfrischender Offenheit Rede und Antwort. Und so manche Rede und Antwort hat es in sich.

Kentin Mahé und Nico Limbach (2. Reihe, 3.und 4. Person von links) umrahmt von MHMK-Journalistik-Studierenden

„Allzu viel kann ich im Training nicht falsch gemacht haben“, reflektiert Nico Limbach mit einem Schmunzeln Der 26jährige ist in seinem Sport absolute Weltspitze. Weltmeister und Weltranglisten-Erster im Säbelfechten, da darf man so etwas schon einmal annehmen. Nächstes Ziel Olympia in London 2012, Fernziel Olympia in Rio 2016. Aber auch die anderen Ziele im Leben des Nico L. aus Dormagen sind große: „Ich würde gerne noch Politik studieren und auf jeden Fall verschiedene Sachen machen.“

Zurzeit macht er einige Sachen ziemlich gut: Trainieren, Säbelfechten, Studieren und sich selbst „verkaufen“. Dabei ist das mit dem Verkaufen alles andere als negativ gemeint, auch wenn er BWL bzw. International Management studiert. Neben seinem Profisport. „Mit 20 bin ich da nicht so gut beraten worden, mittlerweile weiß ich, dass es auch noch Anderes gibt.“ Nico Limbach ist ein toller Repräsentant – seiner eigenen Person, seiner Generation und seines Sports.

Das Fechten hatte in Deutschland einmal einen riesigen Stellenwert, wie heute etwa Skispringen, Biathlon oder die Formel 1. Mediale Präsenz war garantiert, wenn es große Wettkämpfe gab. Nicht nur bei Olympia oder Weltmeisterschaften, nein auch bei Weltcups etc. Der entscheidende Unterschied zu früher ist die Fernsehlandschaft von heute: Nur was Quote bringt, wird auch gezeigt! „Mir ist es persönlich egal, wie oft ich auftauche, ich strebe nicht so sehr nach öffentlicher Anerkennung. Aber etwas ungerecht ist es schon. Ich zahle wie so viele andere die GEZ-Gebühren, weite Teile der Öffentlichkeit werden aber nicht bedacht“, merken natürlich auch die Sportler, dass es einen Verdrängungswettbewerb hin zum „Fußball total“ gegeben hat.

„Ich bin ja selbst der größte Fußball-Fan, schaue alle Spiele und gönne den Jungs das wirklich. Aber die Konzentration auf den einen Sport oder so wenige Sportarten im Fernsehen ist ein negativer Trend, und der wird negative Folgen haben, zum Beispiel wenn Deutschland demnächst im Medaillenspiegel von Olympia nicht mehr unter den ersten Zehn sein sollte.“

Es geht im Profisport natürlich auch ums Geld, denn die „medialen Kontaktzeiten sind ganz wichtig fürs Sponsoring“, weiß nicht nur der Ökonom Limbach. Kentin Mahé, der ebenfalls in Dormagen lebt und seit 2011 beim VfL Gummersbach in der Handball-Bundesliga spielt, „wünscht sich schon mehr mediale Präsenz“. Der französische Nationalspieler ordnet den deutschen Markt gleichzeitig aber realistisch ein. „Hier ist die Lage für unseren Sport zwar nicht mehr so gut wie früher, aber immerhin zeigt Sport1 zwei oder drei Spiele pro Woche live. In Frankreich, im Land des Weltmeisters und Olympiasiegers, der die letzten vier großen Turniere auf der Welt gewonnen hat, läuft Handball live nur im Bezahlfernsehen Canal plus.“

Mahé und Limbach können von ihrem Sport ganz gut leben. Derzeit. Denn die jungen Männer schauen auch in diesem Punkt über den Tellerrand hinaus: „Profisport ist eine Wette, die man eingeht“, sagt Limbach, da ja der Körper Dein einziges Kapital ist. Was ist, wenn Du Dich verletzt? Dann hast Du vielleicht alles auf ein Pferd gesetzt…“ Genau das tut Nico Limbach nicht, der mit seinen klaren Aussagen hin und wieder auch schon angeeckt ist. Oder manchmal auch mit Aussagen, die manche Journalisten umgedeutet haben. Wie damals in Peking, als die deutschen Medien plötzlich titelten, Limbach rufe zum Boykott der Eröffnungsfeier auf. Das stimmte natürlich nicht, gab aber einen Riesenwirbel. „Meiner Meinung nach haben Politik und Religion im Sport nichts zu suchen.“

Die Grenzen sind jedoch nicht immer so leicht zu ziehen. Etwa, wenn man wie der Modellathlet schon viermal zu Wettkämpfen im Iran war. Da sollte man besser nicht öffentlich seinen freien Oberkörper beim Wechsel des verschwitzten T-Shirts zeigen, und da hat man den Fechtern zudem auch nahe gelegt, besser schnell mit ihrem Zeitvertreib Kartenspielen in den Pausen in der Halle aufzuhören, weil Glückspiel unter dem islamischen Regime der Mullahs verboten ist.

Was manchmal vieles komplizierter macht, macht das Sportlerleben auf diesem Niveau auch spannend: „In Deutschland funktioniert ja üblicherweise organisatorisch alles bestens, das ist in den meisten anderen Ländern anders. Und wenn Dinge nicht so funktionieren, ist das manchmal gar nicht so schlecht, weil man daraus was fürs Leben lernen kann. Das unterscheidet uns übrigens wieder von den Fußballern, die meist in einer perfekten Komfortzone leben. Aber die geben dafür auch ihre Privatsphäre ab, sobald sie die Haustüre zu ziehen.“

Da hat es auch Kentin Mahé einfacher. Er hat es zwar in die beste Nationalmannschaft der Welt geschafft. Und er macht es damit seinem Vater gleich, der über 300 mal für Frankreich spielte und mit der Grand Nation Handball-Weltmeister wurde. Aber ein Leben in einer (medialen) „Randsportart“ heißt eben auch ein Leben im Windschatten der Öffentlichkeit. Was nicht bedeutet, keine großen Ziele zu haben, die über das eigene „kleine“ Dasein hinausgehen könnten. „Ich bin ja anders als mein Vater nicht so groß und stark. Ich muss zeigen, dass es auch mit Spielern wie mir geht, klein, wendig, spielintelligent. Das ist meine Aufgabe.“

So steckt in jedem Nachteil auch ein Vorteil, den auch Nico Limbach kennt. „Als ich 15, 16 Jahre alt war, war ich viel zu klein, da hätte niemand daran gedacht, dass ich mal so gut werde. Aber damals habe ich meine koordinativen Fähigkeiten erlernt, die ich auch jetzt als großer Fechter noch habe und die mich von den anderen abheben.“ Das passt zur Philosophie des Kentin Mahé, die er bei keinem Geringeren als Handball-Ikone Heiner Brandt abgekupfert hat: „Arbeite viel an Deinen Stärken, nicht immer nur an Deinen Schwächen!“ Ein starker Auftritt zweier Profisportler an der MHMK, die so viel mehr zu reden und antworten hatten als nur über ihren Sport.

Kultband J.B.O. am Campus Köln

Frontmann Vito C. der „Comedy-Metal“-Band stand den MHMK-Studierenden Re-de und Antwort

Von Jens Büschgens, Marlon von Taschitzki und Michael Ziethen

In persönlicher Atmosphäre und hautnah am Künstler konnten die Studenten dem von Prof. Dr. Weinacht geleiteten Interview lauschen und im Anschluss eigene Fragen stellen. Das zentrale Thema des Vortrages: Wie schafft es eine so spezielle Band wie J.B.O ohne ein großes Plattenlabel für viele Jahre so erfolgreich zu sein?

Vito C beim Interview mit Studierenden im Designlab der MHMK

Vito C beim Interview mit Studierenden im Designlab der MHMK

Ganz klar spielt die Einzigartigkeit der Musik als auch der Band eine entscheidende Rolle. Aber nicht nur schrille Outfits (vorn J.B.O., hinten der Schriftzug „Arschloch und Spaß dabei“, das beliebteste Merch-Shirt der Band), provokante Texte, Cover und Auftritte, sondern auch ein großes Maß an Unabhängigkeit der Band ebneten den Weg zum Erfolg. „Das Label hatte bei uns noch nie etwas zu sagen, die Entscheidungen wollten wir selbst treffen“, erklärte Vito C. mit einem Lächeln auf dem Gesicht.

Vito C. beim Workshop an der MHMK

Vito C. beim Workshop an der MHMK

Der Frontmann von J.B.O. berichtete ausgelassen über den persönlichen Einsatz der Band und die harte Arbeit, die hinter all den schönen Seiten des Musikerdaseins steckt: „So eine Verlags-Gründung und -Führung ist schon eine ausgefuchste Sache, da weiß ich bis heute noch nicht über alles Bescheid! Aber das macht nichts“. Heute haben J.B.O. Deutschland, Österreich und die Schweiz erobert und mit ihrem „Comedy-Metal“ Kultstatus erlangt. Seit 2005 verwaltet die ehemals als “James Blast Orchester” getaufte Band ein eigenes, exklusives Management und kümmert sich mittlerweile selbst um Band-Booking, Tour-Management sowie einen eigenen Verlag. J.B.O. wurde zur GmbH & Co KG. Das Interview leitete zur Buchvorstellung „J.B.O. – Biographie des Blödsinns“ über, wo-rin die Entstehungsgeschichte der Band und einige amüsante Details und Anekdoten ebenso zu finden sind, wie Unbekanntes für eingefleischte J.B.O.-Fans. Weitere The-men wie Verkauf von Merchandise-Artikeln, Facebook-Promotion, Einflüsse von und auf andere Bands und CD-Absatz wurden in einer abschließenden Fragerunde ausführlich und verständlich von Vito C. erkärt.

Vito C. im Studio der MHMK im Rahmen der Ringvorlesung

Vito C. im Studio der MHMK im Rahmen der Ringvorlesung

Crossmedial begleitet von Videos, Zeitungsausschnitten und Musiktiteln bot der Nachmittag für alle Beteiligten abwechslungsreiche, lustige und interessante Einblicke: sowohl in die erfolgreiche Bandgeschichte als auch in die zugrundeliegenden Managemententwicklungen. Die öffentliche Präsentation Vito C.’s fand in der Richmodstraße der Kölner MHMK statt. In diesem Vortrag ging er auf die Differenzen zwischen medialer Darstellung von Ereignissen, der Realität und den damit verbunden Konsequenzen ein. Mit neuen Anekdoten und Geschichten bewaffnet, erzählte der Frontmann von beleidigten Journalisten, verrückten Zeitungsbeiträgen und dem Spaß, den man trotz allem als Musiker und Geschäftsmann hat. Sowohl für die Studentenschaft als auch für internes und externes Publikum endet der Nachmittag unterhaltsam und informativ.

Professoren am Plattenteller: MHMK-Party bis zum Morgengrauen

Die Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation (MHMK) in Köln hat sich ein weiteres Mal in Feierlaune gezeigt: „Fisherman’s End – Party till it Hürths“ war diesmal das Motto. Dozenten als DJs heizten ein.

Fotos: Leonie Ney

Die Professoren Ingo Markgraf, Stefan Weinacht und Oliver Lohmar umrahmt von den Party-Models Jasper Carstensen und Lara Schwarzenberg

Mehr als 300 Studierende und Mitarbeitende der MHMK fanden sich im „Bogen 2“ in der Nähe des Kölner Hauptbahnhofs zum Feiern ein. Veranstalter der Party waren Studierende aus dem Studiengang Musikmanagement. Die Party mit Dozenten als DJs wurde komplett medial begleitet: Die Stimmung der Nacht ist auf Foto, Video- und Audiobeiträgen festgehalten.

Der Zeitplan war sehr straff: Acht bekannte Gesichter aus dem Hochschulalltag – Dozenten, Mitarbeiter und Campusleiter Wolfgang Hürth, der Party-Namensgeber – waren als DJs für den Abend geladen. Die Situation war den meisten Gast-DJs in gewisser Weise zwar bekannt: vor einer großen Gruppe junger Menschen zu stehen und zu versuchen, diese in ihren Bann zu ziehen. Und doch war diesmal alles ganz anders, ohne Powerpoint, ohne Skript.


Frau Rahmanan als DJ

Das Experiment gelang. Das Publikum feierte jeden Auftritt lautstark. Alle bestanden ihre Aufgabe – einige sogar mit dem Prädikat „sehr gut“. Viel Beifall erhielt etwa „Prof Lohmar“, der im richtigen Leben als Professor für Eventmanagement unter dem Namen Prof. Dr. Oliver Lohmar bekannt ist. Der gebürtige Kölner hat „in seinem früheren Leben“, wie er sagt, schon manche Wochenenden hinter den Plattentellern verbracht. Er machte über eine Stunde lang Programm und hatte sogar sein eigenes Equipment dabei.

W. Hürth mit Lara Schwarzenberg und Jasper Carstensen

Wer ein persönliches Andenken von der Motto-Party haben wollte, konnte mit „Skipper Carsten“ und „seiner Hafenbraut“, extra engagierten Fotomodellen, ein Foto schießen. Wer es also nicht auf die „Fisherman’s End“ geschafft hat, kann sich das maritime Flair mittels Fotos, Video- und Tonaufnahmen ins eigene Wohnzimmer holen.

Sven Wolff


(Mehr Infos zur Party, Slideshow)

Partyticker

22:00 :: Die Party hat offiziell begonnen. Letztes Zupfen an der Deko. Alles auf seinem Platz. Es sind nur wenige Studenten da, die meisten Anwesenden gehören zu den Organisatoren.

22:30 :: Hurra! Der erste VIP ist da. Braungebrannt, stilsicher und mit einem Lächeln – kommt da gerade wer aus dem Urlaub? Wolfgang Hürth ist da. Er schaut sich um: Nach wie vor kaum Partygäste. Die Veranstalter sind nervös. Die ersten Dozenten sollten bereits auflegen, werden aber gebeten zu warten. Was ist denn hier los?

23:02 :: Der Raum füllt sich mit Nebel und Menschen. Währenddessen laufen die Lieblingshits der Professoren und Dozenten. Als Journalistik-Professorin Marlis Prinzing, alias „Djane Mary-Liz“, ihren Auftritt mit Janis Joplin (Mercedes Benz) beginnt, ist es für einen kurzen Moment sehr still. Darauf folgen rockige Evergreens, die zu diesem Zeitpunkt des Abends noch nicht zünden. Schade.

23:26 :: Nun wird’s elektronischer. Prof Sibylle Stürmer hört heute nur auf den Namen „Lady Stormer“. Die anderen Gast-DJs warten schon neben ihr und versuchen, sich den einen oder anderen Griff noch abzuschauen.

00:03 :: Anderer DJ, andere Herangehensweise: DJ RambaZamba, alias Nicole Rahmanan, feuert die Studierenden an. Die Assistentin der Campusleitung findet den richtigen Ton, und die Party nimmt ihren Lauf.  Die Tanzfläche füllt sich, und die Leute tanzen zu Pop, Rock und Dance-Liedern. „Am Anfang war ich besorgt, aber jetzt ist es cool!“, sagt eine Besucherin.

00:38 :: Nach anfänglichem Zögern fängt die Party an, sich in die Herzen der Studenten zu wummern. Es herrscht eine tolle Stimmung. Doch noch wird mehr geredet als getanzt.

01:14 :: DJ West Coast Campus, oder doch Wolfgang Hürth? Spielt keine Rolle – mit HipHop- und RnB-Beats landet der Namenspate der Party einen vollen Erfolg. Mittlerweile sind die meisten da und befinden sich auf der Tanzfläche. Wer nicht tanzt, holt sich höchstens was zu trinken, oder schnappt draußen frische Luft. Es ist heiß im Bogen 2. Party on!

02:10 :: Die Anfangsschwierigkeiten sind mittlerweile vergessen. DJ Prof. Lohmar bringt die Party mit krachenden Elektrobeats zum Kochen. Man merkt sofort – der Mann hat Ahnung. Der Professor für Eventmanagement mischt bekannte Evergreens aus den vergangenen Jahrzehnten und legt frische elektronische Beats darunter. Das Ergebnis: eine Menge verblüffter, aber ausgelassen feiernder junger Menschen.

02:32 :: Kaum einer steht still. Überall wird getanzt. Wer zu wenig Platz hat, sucht sich diesen auf den verschiedenen Podesten. Keiner denkt an den Morgen.

03:01 :: Mittlerweile haben alle Gast-DJs ihren Auftritt gehabt. Der Resident hat ein einfaches Spiel mit der Menge. Alles tanzt und hat Spaß.

03:32 :: Erste Aufbrauchstimmung unter vielen Gästen. Alles rückt näher zum DJ-Pult. Es geht heiter weiter.

04:30 :: Ein harter Kern von Partymenschen feiert weiter. Es heißt nicht umsonst: Party till it hürths. Der seinen Namen alle Ehre macht. Erst nun verlässt Wolfgang Hürth die Hallen.

05:00 :: Irgendwann ist leider alles vorbei. Auch diese tolle Party. Die Lichter gehen an, und das letzte Lied wird gespielt. Von Anfang bis Ende ein gelungene Nacht. Viele der Gäste sind bestimmt schon im Bett oder auf dem Weg dorthin, hier wird noch aufgeräumt und abgerechnet. Auch ich mache mich nun auf den Weg – insgesamt eine tolle Party :-)

Sven Wolff

Die Akteure + Timetable (Chronologisch):

DJ Mary-Liz (n.A.) Prof. Dr. Marlis Prinzing
DJ Lady Stormer (Tumbleweed Rock) Prof. Sibylle Stürmer
DJ RambaZamba (World Music) Frau Rahmanan
DJ Anna (Ü-Ei Sounds) Anna-Carolin Weber
Der Dorforganist (Kinderzimmerpunk) Prof. Dr. Stefan Weinacht
DJ Brand New (House & HipHop) Prof. Dr. Ingo Markgraf
DJ West Coast Campus (HipHop & R&B) Wolfgang Hürth
Prof. Lohmar (Live Performance) Prof. Dr. Oliver Lohmar

TV-Moderator Ulrich Meyer: Gewalt liefert unerschöpflich Themen


Er gilt als Pionier des Privatfernsehens: Fernsehproduzent und Moderator Ulrich Meyer (Akte 2012). „Seid hartnäckig. Seid neugierig. Und werdet nicht müde, das Schreiben zu üben“, schärfte er den Studierenden ein. Meyer kam auf Einladung der Journalistik zur Ringvorlesung an den Campus Köln der MHMK.

Eben noch im Flieger aus Berlin, stellt sich TV-Profi Ulrich Meyer spontan den Fragen der Kölner MHMK-Studentenreporter. (Fotos: Andreas Korn)

Ulrich Meyer steht seit 27 Jahren vor der Kamera – mit heißblütigen Talk-Formaten wie Einspruch und seit 1995 als Moderator des Magazins Akte. Erfolgreich ist er auch als TV-Produzent. Bei der MHMK berichtete er über Fernsehen, Gewalt und starke Gefühle. Meyers Firma Meta productions setzt neben Verbraucherfragen auf die Berichterstattung über Kriminalität. „Da sind die Themen unerschöpflich, das weiß jeder Polizeireporter. Weil da draußen in jedem Augenblick jemand unterwegs ist, der die Polizei ganz neu beschäftigt – und damit auch die Journalisten.“

Dabei hätten sich das öffentlich-rechtliche und das private Fernsehen in ihren Ausdrucksformen überraschend stark angenähert. Mit Folgen auch für ihn: „Vor 20 Jahren hätte ich nicht mal eine Bockwurst in der WDR-Kantine bekommen“, sagt Meyer, heute gingen er und seine Reporter in die „Teppich-Etagen“ der ARD-Anstalten und produzierten etwa wöchentliche Formate für den MDR sowie Reportagen für WDR, NDR – und seit neuestem für das ZDF.

Ulrich Meyer: Wer Journalist werden will, sollte jeden Morgen mindestens fünf Fragen an die Welt haben. Fragen, nicht Meinungen!

Einleitend hatte MHMK-Journalistikprofessor Dr. Thomas Hestermann erläutert, wie das Fernsehen das Bild von Gewalt verfremdet. Während Gewaltopfer meist Männer sind, zeigt das Fernsehen vor allem weibliche Opfer. Bei gleicher Fallzahl wird über Gewalt an Kindern zwischen 6 und 13 Jahren mehr als 40mal so viel berichtet wie über Gewaltopfer älter als 60. Kein Sender-Redakteur werde sich dafür stark machen, das „Grauen im Altersheim“ zu zeigen, erklärt  Meyer. „So ein Beitrag funktioniert nur über die hübsche Enkelin, die der Sache nachgeht – und diese Enkelin müssen meine Reporter finden.“

Ob er nicht befürchten müsse, mit Gewaltberichten Nachahmungstäter anzustiften, fragt MHMK-Student Jonathan Ponchon – beispielsweise, wenn der Attentäter Breivik zum Medienstar avanciere. Die Folgen seien schwer einzuschätzen, räumt Meyer ein, „aber wir können uns nicht aus der Welt verabschieden“. Breiviks Attentat werde die Öffentlichkeit auf Jahrzehnte begleiten; die Ungeheuerlichkeit seiner Tat werde am ehesten transportiert durch die immer wieder schockierenden Bilder von den Tatorten.

Was er von dem Tabubruch der Hochspringerin Ariane Friedrich halte, die den Namen eines angeblichen Stalkers auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht hatte, fragt MHMK-Studentin Eva Haas. „Sie hätte sich besser ans Fernsehen gewandt“, meint Meyer. Verantwortungsbewusste und erfahrene Redakteure hätten einen Weg gefunden, die Persönlichkeitsrechte zu wahren und den mutmaßlichen Stalker dennoch zu einer Reaktion zu bewegen. „Die sozialen Netze bergen eine ungeheure Zerstörungskraft für die Beziehungsnetze in der analogen Welt.“

Zum Schluss appelliert Ulrich Meyer an die Studierenden: Wer morgens nicht mit fünf Fragen („Nicht Meinungen!“) an die Welt aufwache, sollte sich den Berufswunsch Journalist noch mal überlegen. „Das Wort Nein hat zunächst keine Bedeutung, seid hartnäckig.“ Und er rät, am Wochenende auf die Dörfer zu gehen und fürs Lokalblatt zu schreiben. „Werdet nicht müde, das Schreiben zu üben!“ (the)

MHMK-Lehrbeauftragter gewinnt Deutschen Webvideopreis 2012

Jens Heinen, Lehrbeauftragter im Studiengang Mediendesign an der MHMK Köln, hat mit seiner Firma Lichtfaktor den Deutschen Webvideopreis 2012 gewonnen.

Das Webvideo von Jens Heinen und seinen Kollegen erhielt eine doppelte Auszeichnung. Sowohl die Jury als auch das abstimmende Publikum kürten das Video zum Sieger in der Kategorie Academy Approved Art (AAA). Sie überzeugten Jury und Fans mit dem Video „dENIZEN Shine a light for nature“. In dem Clip verwandelt sich die Stadt Köln in ein Biotop mit Meerestieren.

CC-BY-NC: EWVA/Christof Wolff

Das gesamte Video ist mit einer Fotokamera und Langzeitbelichtungen entstanden und kommt komplett ohne Computereffekte aus. Der Clip wurde in vier kalten Nächten in der Stadt Köln gedreht.

Die Siegerehrung fand Anfang April vor 500 Gästen im Savoy Theater in Düsseldorf statt. Eine sechsköpfige Experten-Jury unter dem Vorsitz von Mario Sixtus (Elektrischer Reporter, ZDF) hatte aus gut 7.000 Einreichungen die Preisträger ausgewählt und insgesamt 24 Webvideo-Produktionen für den Publikumspreis nominiert.

Christof Breidenich, Leiter des Studiengangs Medien- und Kommunikationsdesign am Standort Köln, freute sich über den Preis seines Dozenten. „Es ist klasse, dass er sein Know-how und seine innovativen Ideen in unseren Studiengang am Campus Köln einbringt. Mit Jens Heinen haben wir für die relativ neuen Felder der multimedialen Performance im öffentlichen Raum sowie für die Gestaltung interaktiver dreidimensionaler Umgebungen einen ausgewiesenen Experten an Board. Dieser Bereich wird für Mediendesigner in der Zukunft sicher noch wichtiger werden.” (RS)

Das preisgekrönte Webvideo „dENIZEN Shine a light for nature“: